Kapernaumkirche


Kapernaumkirche am Lerchenauer See


Die Kapernaumkirche am
Lerchenauer See feierte 2008
das 40-jährige Kirchweihjubiläum.
Ihr besonderes Kennzeichen ist
ihre Form. Das quer stehende
Gemeindehaus und der schlank
aufragende Turm sind mit
44 Metern gleich lang. Die Kirche
hat die Form einer Pyramide
Daten zur Kirche:
Architekt:
Reinhard Riemerschmid
Baubeginn: 1966
Kirchweih:  06.10.1968
Orgelweihe:19.12.1976
 Ansichten der Kapernaumkirche:
 
 

 

Kapernaumkirche von der
Lassallestraße aus gesehen:
Mit ihrem Kupferdach,
das an der Ostseite bis zur
Erde reicht, erinnert sie an
ein Zelt.

 

 

Auf der "Altarinsel" ist alles
versammelt, was zum
Gottesdienst gebraucht wird.
Die Gemeinde umschließt Taufstein,
Osterkerze, Kreuz, Altar und
Kanzel im Kreis, wenn sie sich zum
Abendmahl einfindet.


Beschreibung der Kirche:

Wer die Kapernaumkirche zum ersten Mal betritt, staunt. Diesen Anblick erwartet er nicht: einen hohen Raum unter einem lichten Zeltdach, bis oben mit Holz ausgekleidet, mit großflächigen Fenstern und Lichtbändern im Dach, eines davon farbenfroh gestaltet. Die Sitze sind kreisförmig angeordnet, sie reihen sich um die Altarzone wie um eine Insel.
Der Altar, eine massive Platte aus Nagelfluh, ist wie ein Tisch von allen Seiten zugänglich. Eine Mauer verbindet ihn mit der Kanzel, er verbindet damit symbolisch Gebet und Abendmahl mit Wort und Verkündigung. Das Kreuz aus Stahl und Kunstglas wirkt kühl aber klar in den Strukturen und wertvoll. Es steht zusammen mit der großen Osterkerze zwischen Altar und Taufstein.
Vom Altar aus sieht man auf der Empore eine Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr 1948, die ursprünglich in der Christuskirche stand. Sie wurde von der Firma Deininger 1976 für die Verwendung in der Kapernaumkirche umgebaut. Die Prospektpfeifen sind so angeordnet, dass sie alle zusammen das Zelt des Kirchenbaus nachbilden. Den beiden Manualen und 18 Registern können die Organisten große Musik entlocken.
Das prächtige Kirchenfenster über dem Altar entfaltet sich vom Dunkel zum Licht. Unten ist es in dunklen Farben gehalten und symbolisiert Krankheit, Angst, Schuld und Tod. Nach oben wird es immer heller. Die Tore, Treppen und Bogen der Stadt Kapernaum symbolisiert die Taufe. Sie ist der Einstieg in den Weg, der über Golgatha, über Tod und Auferstehung Christi zu Gott führt, vom irdischen Kapernaum zum himmlischen Jerusalem.
Die Kapernaumkirche ist an drei Seiten verglast. Durch den Eingangsbereich sieht man nach draußen in den Park. Der Architekt Reinhard Riemerschmid hat sich offensichtlich von der Vorstellung leiten lassen, dass die Botschaft des Gottesdienstes in den Alltag hineinwirkt.
Das Glasfenster über dem Altar gestaltete der Kunstmaler
Gerd Jähnke.  Hier die Ausschnitte:
?Kapernaum",                ?Golgatha"      und       ?himmlisches Jerusalem"

 Kirchenführer der Kapernaumkirche  

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